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Kinderprojekt Sao Paulo

Das Leben der Menschen in einer Favela, wie der von Sao Paulo, ist geprägt von Armut, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Drogen, Prostitution und Sektenzugehörigkeit.
In einfachen Behausungen, in denen es oft weder fließendes warmes Wasser, Strom oder Heizung gibt, müssen 1-2 Zimmer für eine 8-köpfige Familie reichen. Der brasilianische Winter ist hier an regnerischen Tagen sehr kalt, so dass schlechte hygienische Bedingungen, sowie einfache und einseitige Ernährung häufig zu Erkältungen und Bronchitis bei den Bewohnern führen. Die Krankenhäuser in den Favelas sind schlecht ausgestattet und da niemand Geld für Ärzte oder Medikamente hat, kommt es meist erst gar nicht zur Behandlung. Oftmals sterben die Menschen in den Krankenhäusern beim Warten in der Schlange. In dieser Welt engagiert sich fast 20 Jahre der deutsche Priester Arnold Brack, der 1997/98 auch in Eisenberg/Thüringen tätig war.


„Padre Arnoldo“, wie er dort genannt wird, lebt selbst in sehr bescheidenen Verhältnissen. Ihm liegen vor allem die Kinder und Jugendlichen am Herzen. Sein Hauptaugenmerk liegt daher neben der Gemeindearbeit auf den von ihm und „seinen Leuten“ errichteten „Crechen“ (Kinder-Tagesstätten), in denen mittlerweile ca. 800 Kinder betreut werden. Dort übernimmt er nicht nur die Verwaltungstätigkeiten, sondern auch ganz alltägliche Dinge wie z.B. Einkauf von Material oder Einstellung von Favela Bewohnern für Reparaturen o.ä. Ein Tag in einer solchen „Creche“ kann dann so aussehen: Los geht es um 7.00 Uhr. Die Kinder kommen, oft von den Müttern begleitet, zur Creche. Bei kaltem Wetter oft schlotternd oder auch weinend vor Kälte, wie üblich mit T-Shirts und Shorts gekleidet, da sie keine warme Kleidung besitzen. Dann werden zuerst Decken ausgeteilt und ein warmes Frühstück gereicht. Nach dem Wochenende kommt es vor, dass die Kinder ganz ausgehungert in die Crechen kommen, da sie, wenn überhaupt, nur Reis und Bohnen zu Haus gegessen haben. Die Kleinsten (2-4 Jahre) werden noch vor dem Frühstück (ca. 8.00 Uhr) gewaschen. Die Kinder haben anschließend in ihren Klassenräumen Unterricht bei den Erzieherinnen: Die Jüngeren basteln, malen oder spielen zu einem bestimmten Thema, die Älteren können schon erste Aufsätze schreiben. Sie kommen je nach schulischer Unterrichtszeit vormittags oder nachmittags in die Creche. In der laufenden Woche kommen auch Musik- und Sportlehrer auf freiwilliger Basis, um Musizieren nach Noten und angeleiteten Sport zu ermöglichen. Um 12 Uhr erhalten alle Kinder ein Mittagessen. Dann werden die Zähne geputzt und alle Kinder halten einen zweistündigen Mittagsschlaf. Nach dieser Pause können die Kinder sich austoben auf den von Schmieden der Favela angefertigten Spielgeräten oder beim Fußballspiel. Alle Spielsachen der Crechen werden aus einfachsten Mitteln hergestellt, wie z. B. Dosen, Faltschachteln, und Bändern. Das Geschick der Erzieherinnen ermöglicht viel! Für schulpflichtige Kinder gibt es nachmittags außerdem eine Hausaufgabenbetreuung. Kurz vor dem Abendessen werden dann nochmals alle Kinder gewaschen, bevor es die letzte Mahlzeit des Tages gibt. Ab 18.00 Uhr kehren die Kinder in ihre Familien zurück.


Der Fortbestand dieser Crechen wird ausschließlich durch Spendengelder ohne jegliche staatliche Unterstützung finanziert.
Helfen auch Sie, dass diese Kinder ein Stück Menschlichkeit erleben dürfen.